Manfred Schloter ist verstorben

Unser Ehrenvorsitzender Manfred Schloter ist am 25.08.2026 leider verstorben. Hier die Anzeige unseres Vereins im Main-Echo.

Nach dem Besuch der Aschaffenburger Oberrealschule, dem Wehrdienst und dem Studium in Würzburg war der in Damm geborene und aufgewachsene Sohn eines Kriminalbeamten Grund- und Hauptschullehrer in Steinbach und Hösbach. Später kümmerte er sich um die Ausbildung von Lehrernachwuchs beim Lehrerseminar Aschaffenburg. Viele Schulleiter am Untermain verdanken ihm ihr Rüstzeug.

Nach Bundeswehr und Studienzeit drückten Manfred die eigenen Kilos derart, dass er beschloss, durch sportliche Betätigung dem Übergewicht zu Leibe zu rücken. Nacheinander versuchte er sich im Volleyball, im Tischtennis und im Tennis, doch den meisten Spaß hatte er beim „Trimm Trab“ am Strietwälder Waldrand, der damals vom Dämmer August Gutwerk ins Leben gerufen wurde.

Bei unserer Turn- und Sportgemeinschaft kam er dann auch in Berührung mit der Funktionärsarbeit und das Dämmer Dreigestirn Erwin Englert – Berthold Brehm – Egon Schwarz motivierte ihn, im Vereinsausschuss mitzuarbeiten. Weitere Erfahrungen sammelte er u.a. im Volleyball-Kreis Aschaffenburg, als stellvertretender Vorsitzender des Turngau Main-Spessart und in der Vorstandschaft des Dämmer Vereinsrings.

Nach dem Tod von Erwin Englert übernahm Heiner Drutzel als Vorstand die Vereinsgeschicke der TuS Damm und Manfred stand ihm sechs Jahre lang als sein Stellvertreter zur Seite. 1995 übernahm er dann die Leitung des zweitgrößten Aschaffenburger Sportvereins und hatte diese 20 Jahre lang inne. Im Jahr 2015 übergab er sein Amt an Martina Berninger und zog sich aus der ersten Reihe zurück. Einstimmig wurde er bei der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Das Plenum dankte ihm damals mit standing ovations für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit.

Auch wenn Manfred nicht mehr in vorderster Front stand, zog er sich keineswegs aus dem Verein zurück. Bis letztes Jahr war er noch regelmäßig bei den Vorstands- und Ausschusssitzungen und bei der Mitgliederversammlung anwesend und bereicherte diese Veranstaltungen durch seine Wortbeiträge und gesammelten Erfahrungen. Leider verschlechterte sich sein Gesundheitszustand im Jahr 2026 derart, dass er am 25. August im Alter von 85 Jahren sanft entschlief. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen beiden Töchtern mit Familien.

Wir werden ihn vermissen und ihm stets ein ehrendes und liebevolles Andenken bewahren!

 

 

Fahrradtour

Nachdem die TuS-Fahrradtour letztes Jahr leider ausfallen musste, fand die diesjährige Tour am 30. August 2026 statt. Bei idealem Wetter trafen sich acht Mitglieder an der Tus-Halle und starteten mit Markus Berger als Tourenführer Richtung Wirtshaus Waldesruh nach Wenigumstadt. Nur zwei Radler hatten E-Bikes und der Rest kam mit normalen Fahrrädern, was den Tourenleiter zuerst etwas nervös gemacht hat, weil man am Ende ja einen Berg erklimmen musste.

Zunächst ging es am Schönbusch vorbei in Richtung Großostheim. In Großostheim hat das Navi den Tourenleiter etwas verwirrt, was die Tour plötzlich zur Abenteuertour machte. Die Gruppe fuhr erst kreuz und quer durch Großostheim und kam schließlich an einen engen Schotterweg, der durchgängig bergauf ging. Total verschwitzt kam man oben an und bekam dort von einem Wanderer bestätigt, dass man bald da wäre. Er teilte mit, dass man nur noch über die Mömlinger Straße müsste. Dem Navi war diese Nachricht wohl zu kurz, sodass es die Gruppe über die Straße direkt in den Wald leitete. Dieser Weg endete jedoch auf einem kleinen Fußweg, was zur Entscheidung führte, besser doch wieder zur Straße zurück zu fahren, und dort entlang Richtung Wirtshaus zu radeln.

Dort angekommen nach dieser unverhofften Abenteuertour hatten alle etwas zu Essen und Trinken verdient und die Gruppe traf die Entscheidung, an diesem Tag besser nicht mehr dem Navi zu vertrauen.

Nach der Stärkung traten alle zusammen wieder die Heimreise an. Nun fuhr man den einfachen Weg über Wenigumstadt und Pflaumheim wieder nach Großostheim. Dieser Weg war allerdings nicht so schön abenteuerlich, da man einfach nur neben der Landstraße entlangfuhr. Ab Nilkheim ging es dann noch über den Main-Radweg wieder Richtung Damm.

Der Tourenleiter gelobt, für nächstes Jahr eine flachere Strecke auszusuchen. Der Vorschlag eines Mitglieds, doch mal Richtung Kahler See zu fahren, wurde sofort abgespeichert, dann aber wieder mit dem Navi, damit es vielleicht doch wieder eine schöne Abenteuertour wird?!?

(Markus Berger)